Die Geschichte des Posters

Außenwerbung ist ein vielseitiger Begriff. Man zählt darunter alle Werbemaßnahmen, die im öffentlichen Raum sichtbar sind.
Hier erzählen wir die Geschichte der Print- und Großformatwerbung.

Die visuelle Übermittlung von Botschaften gibt es bereits in der Antike. Verschiedenen Quellen ist zu entnehmen, dass bereits im 4. Jahrtausend v. Chr. Hieroglyphen auf Obelisken als Wegweiser dienen. Zeitgleich werden erste Botschaften in Steintafeln vor Verkaufsstätten gemeißelt.

Echte Vorläufer der heutigen Plakatwerbung erscheinen im Mittelalter. Pergament und Papier sind zu diesem Zeitpunkt selten und teuer. So ist auch die Herstellung von Drucken ein aufwendiges, langwieriges und vor allem kostspieliges Verfahren. Gedruckt wird per Holzdruck, bei dem das gewünschte Gesamtmotiv zunächst aufwendig in ein Holzbrett geschnitten und eingefärbt wird, um dann endgültig auf Papier gepresst zu werden.
Im Spätmittelalter kommen mit der Weiterentwicklung der Papierproduktion und der Buchdruckkunst erstmals einzelne Plakate und Flugblätter in den Umlauf.
Der erste Umschwung kommt Mitte des 15. Jahrhunderts, als Gutenberg den Buchdruck anhand beweglicher Buchstaben und dazu die Druckerpresse erfindet. Ab jetzt sind Plakate im öffentlichen Raum keine Seltenheit mehr.

Durch die Erfindung der Lithografie durch Senefelder, erfolgt im 18. Jahrhundert die nächste Wende. Bei den, bis zu diesem Zeitpunkt geläufigen, Hochdruckverfahren werden Motive durch die aufwendige Herstellung reliefartig bearbeiteter Platten angefertigt. Die Lithografie ist ein sog. Tiefdruckverfahren, das sich die gegenseitig abstoßenden Eigenschaften von Wasser und Fett zunutze macht.
Durch diese neue Technik können Drucke deutlich günstiger und in größerer Menge hergestellt werden.

Als im 19. Jahrhundert die Litfaßsäule erfunden wird, halten Plakate endgültig Einzug in den öffentlichen Raum. Die Innovation erlaubt es, Plakate gezielt an bestimmten Orten, wie vor Theaterhäusern oder Kinos, anzubringen, was den Effekt der Werbung vervielfacht.
Zu etwa der gleichen Zeit gab es bereits erste gräßere Plakate an leeren Häuserwänden.
Belege hierfür finden sich unter anderem in der bildenden Kunst dieser Zeit. So beispielsweise im Gemälde „Rue Mosnier“ von Édouard Manet aus dem Jahr 1878. Das Bild zeigt die titelgebende Straße "rue Mosnier" in Paris, auf der unter anderem eine Hauswand mitsamt Werbung erkennbar ist.
Nachdem diese Werbeform lange als eher unpopulär galt, erlebt sie im 21. Jahrhundert ein Revival mit modernen bunten Murals, Fassadenbemalungen und Riesenpostern.

Nachdem Werbung im Allgemeinen immer mehr zum festen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens wird, erhalten im 20. Jahrhundert neue Formen der Printwerbung Einzug in den öffentlichen Raum. Hierzu zählen zum Beispiel Emailschilder, die sich einige Jahre großer Beliebtheit erfreuen. Spätestens in den 1960er Jahren werden sie der wachsenden Dynamik der Zeit jedoch nicht mehr gerecht und verschwinden wieder aus dem Stadtbild.

Mit fortschreitender Zeit und einer stark wachsenden Bevölkerung wird die sog. Fernwirkung von Werbung immer wichtiger.
Große, von weitem zu sehende, Werbebotschaften werden an vielbefahrenen Straßen oder Bahngleisen platziert. Um Werbebotschaften schnell und einfach erkennen zu können, werden diese merkbar verkürzt. Aufgrund der schnellen Wiedererkennung werden in diesem Zuge Firmenlogos wichtig.

In den 1990er Jahren beginnt die Produktion von 3,5 und 5,0 Meter breiten Druckmaschinen. So kann eine gute Druckqualität auf größerer Fläche gewährleistet werden.
Seitdem sind die so genannten Riesenposter, also großformatige Werbeflächen mit einer Größe von über zehn Quadratmeter, aus den Großstädten dieser Welt nicht mehr wegzudenken und zählen bis heute zu den Werbeformen mit der höchsten Aufmerksamkeitsgarantie.

Die Umsetzung von Riesenposter-Kampagnen ist eines unserer Spezialgebiete. Im Magazin finden Sie einige von uns umgesetzte Projekte.